Reinraum

Rein ist dieser Raum, rein,
weil ohne Vorurteil und ohne Angst zu zeigen,
was gedacht wird.
Rein weil frei von Zwang und Regelmaessigkeit. Ein Raum voller Reinheit,
reiner Freiheit.
Ein raum fuer Gedanken, fuer Gedachtes
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Ich bin ich,
und waer ich nicht ich,
so wär ich du-
Massen zu einem Komplott von dirs.
sorgenfrei, denn ich bin ja du.
Willst du das so?
Emanzipier dich,
DU hast die Chance ein ICH zu sein.
_
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Ich habe ihn noch nie zugedeckt. 
Ja,
er ist nun anders,
er bleibt der Sohn meines Großvaters,
und ist mir lieber er wird nicht geweckt. 

Doch Veränderungen sind ja gut,
und ich liebe ihn, auch wenn er nicht ruht. 

Abschied?

Manchmal
verlier ich mich in der Vergangenheit,
Oh, du wunderschöne Zeit.
Ich wache auf,
blicke hinauf,
und es regiert das weiter,
viel zeitiger,
durchwachsen und in Glücksfällen heiter.
Ich lebe in trüber, pestender, Wonne,
unter einer scharmvoll lachenden Sonne.
Es ist nicht meine Schuld,
sondern deine.
Und dennoch Wünsche ich dich mir das meine.
und ich warte mit beißender Geduld…

-Komm zurück
und vollende mein Glück-

DeLe

Abschiedsbrief (fiktiv); Irrungen, Wirrungen

Lieber Botho,

ich finde keinen Schlaf vor lauter Kummer.  So wie ich dir zum Abschied sagte, niemand sei schuld und vor allem nicht du, quält sie dennoch mich; die Schuld, die Ahnung vom Abschied.
Ständig frage ich mich, wer gibt uns die Zeit, die wir so sehr verdient haben? Die uns die Zukunft bereits geraubt hat? Es ist die Vergangenheit, Botho, die Antwort ist die Vergangenheit, die uns immer bleiben wird!
Wir haben es doch geahnt, Botho. Wir wussten, dass unsere Zweisamkeit irgendwann in Einsamkeit untergehen wird. Als du den schönen Strauß Blumen für mich gepflückt hast und ihn blind mit meinem Haar gebunden hast, bandelst du ihn fest und straff, nichts ahnend das er sich dennoch bereits zu lösen begann, langsam und leise. Wir merkten es nicht und in unserem Frohsein fiel bereits die erste Blume auf den Boden. Botho, ich habe den Strauß noch, doch das Haar ist weg und die erste Blume bereits welk und bevor der Strauß zu Grunde geht, hoffe ich noch Abschied von dir nehmen zu dürfen, ein letztes lebe wohl Botho; es würde mich so glücklich machen.

Lene. 

DeLe

Glycerin und Konzentrat

Tage der Einsamkeit,
Tage der verlorenen Freiheit.
Von kurzer Dauer,
aber tief eindringend.

Es sind die Tage,
an denen das Herz schmerzt.
Nicht, weil die Seele trauert
NEIN.
Weil die Klappe der Aorta versiegelt ist,
sie ein Riegel aus Cholesterol und Kalk frisst.
An denen das Herz aufhört zu schlagen,
und man sich in diesen ruhigen Momenten anfängt zu fragen,
ob man echt sei?
auf dem Herzen ist deutlich das Copyright frei.
„Bin ich künstlich?“

Tage der Vergessenheit,
an denen ein großer Tumor Beethovens 5te Melodie singt,
so laut und sie nie verklingt.
An denen die Kopfschmerzen die Augen raustertzen,
An denen das Blut im Hirn versiegt,
und letztlich die Vergessenheit über die Klugheit siegt.

Tage der Verdorbenheit,
an denen der eigene Gestank über die Ästhetik der Schönheit rankt,
an denen der Schimmel unter den Hautlappen hervorquollt,
und man sich fragen will, ob man nun duschen sollt‘,
doch die Tage der Vergessenheit einen wieder einholen.

Tage der Einsamkeit.
Kein Licht fiel je auf die Gemeinsamkeit,
wir sind nur wandelnder Sprengstoff.
Nur wandelnde Zündquellen,
denn Glycerin und Konzentrat,
sind der Charakter unserer Art.

DeLe

Kunterbunt

wieso?
Wieso ist es so klein,
wieso scheint es so rein? 
wieso ist es so bunt,
wieso in den Mund? 
Wieso schmeckt es so fad,
Wieso „party so hard“? 

Wieso macht es mich up?
Wieso die andern so down? 
Wieso bricht mein Faden grad ab? 
Wieso stinkt alles so braun? 
WIESO seid ihr so scheiße? 
WIESO, wo hab ich denn ne Meise? 

WIESO zerstör ich denn alles? 
WIESO ists was fatales?
WIESO kotz ich nur immer? 
Wieso hab ich kein Schimmer? 
WIESO in die Klinik?
WIESO, geht’s mir nicht gut?

Wieso wach ich nicht auf?
Wieso hör ich stimmen?
Wieso ists ein Wettlauf?
Das kann doch nicht stimmen.

-Defibrillator – Ein Tütchen geht auf.
-Geladen - Es ist rot und macht heiter.
-Vorsicht am Tisch – Nimm es, nur ein letztes mal.
-Achtung - …


DeLe 

Urschreitheorie.

Ich sah in seine Augen und sah es Funkel,

als würde man einen Kiesel in die Mitte eines mondbeleuchteten Sees fallen lassen, nackt, weiss und ein Hauch von rot.

Ich sah wie sich all die Kraft in seine Gliedmaßen auf einen Zentrum von nahezu Nanometern konzentrierte.

Ich sah, wie seine Lippen anfingen zu zittern und wie seine geballten Fäuste anfingen wie wild zu beben.

Und ich sah, wie sich nun die ganze Energie des düster grauen Raumes namens Badezimmer , der blanken monoton weißen Fliesen, des milchglasfarbenen Duschvorhanges, in seine Person richteten und von Ihm, ja von Ihm, aufgesaugt wurde, und mit einem endlosen Schrei von Wut wieder Ausgespuckt wurde, es war die Lösung auf seine Frage, die Antwort auf sein längst verschollenen Ichs, der Urschrei eines Schreies.

-Es geht mir gut! Ich danke dem Spiegel und drehe mich um.

Nur Natuerlich.

Fliegen,
fliegen würd ich, ach so gern,
Freiheit genießen in weiter Fern,
in hohen Höhen die Sonne spüren,
in tiefen dort gleiten, wo die Flüsse führen.

Schwimmen,
schwimmen würd ich, ich kanns ja fast,
doch dem Mensch ists mehr eine Last,
mit den Fischen und ich wär heiter
durch die Meere, und noch viel weiter.

Galoppieren,
Galoppieren würd ich, ach wärs mir lieb,
so schnell, als wärs ein tierisch Trieb,
durch die Täler, über Wiesen
durch die Wässer, wie sie fliesen.

Nun steh ich hier, mit gespreizten Flügeln,
hergekommen von den Hügeln,
aufgetaucht aus den Meere,
und warte nun auf den Ruf.

Getragen, von den Winden,
bis ich lande;
und ein neuer Abschnitt beginnt.

DeLe

Moonwhisper

I ought to be near Jupiter,
on a little friendly Star,
hanging in the verry clouds,
brighter than i ever thought,
and when someone, passes by,
he wouldn’t be able, to say “hi”,

- cause a man like me
is not what he ouht to see -,

the thing is he will come back soon,
and i will hide behinde a moon,
then scare the heck outa him, 
just like “gee”, 
cause thats the way of gravity.


DeLe 

Gedankengut

Frag mich, wo ich bin;
dort oben wird es heißen.

Frag mich, wie ich dort hinkam,
einfach so wird es heißen.

Frag mich, ob ich schlafe;
ob ich träume, das unmögliche lebe -
Ja wird es heißen.

Es ist mein Körper -
mein weltlich Gut,
der die Grenze setzt,
das undendliche beschneidet - ja, endlich macht.

Verschnitt durch Beschnitt des Wunsches,
Ein Trtitt, nur ein einz’ger,
der für mich die Welt bedeutet.

Schritt, Tritt, Schmerz.
Kurz und hart, setzt er ein Ende dem,
was ich empfand als zart und lieblich.

Es war dein Laut, der mich fallen lies,
in die Unendlichkeit,
auch war es dein Laut der mich nach oben erhob,
in die Freiheit.

Dein Laut war auch der Tritt,
der mich heraus riss,
das unendliche endlich machte,
und meine Gedanken zerschnitt.

Es sind meine Gedanken -
mein geistig Gut,
die die Grenzen sprengen,
das unmögliche möglich machen - ja, realisieren.

Leben durch die Träumerei,
Den Tritt einfach ignorieren, diesen einen,
der mich früher heraus riss - heute vorbei geht.

Schritt für Schritt tauch ich ein,
immer tiefer ein in den Traum,
in dem ich realisier, was ich denke.

Deine Laute, reißen mich nicht raus -
doch dich, dich reiß ich mit hinein.
Hier läufst nun du, neben mir.

Es war dein Laut, der mich fallen lies,
in die Unendlichkeit,
auch war es dein Laut der mich nach oben erhob,
in die Freiheit.

Sei leise, provoziers nicht -
dein Laut, der Tritt,
schon oft hat er beschnitten,
was ich dachte - was ich träumte.

Versäums nicht, bitte.

Früher war mein Körper der Käfig,
heute sperr ich ein, was mich stört.
Mich stört beim träumen und leben.
Meine Gedanken und du,
ihr habt mir wieder Leben gegeben.

    Danke.


eiraM

Seesamkeit

Alleine will ich nicht,
Drum bitt’ ich dich aufs Schiff.
Segeln dem entgegen,
Was das Meer uns bietet,
Ob es ruht,
Ob es tobt.


Rast machen willst du nicht,
Drum hissen wir die Segel,
Doch steuern
Brauchen wir nun wahrlich nicht,
Genug gibt uns das Schicksal.

Und wenn auch Sturm und Strömung,
Uns den Weg erschweren,
So reicht ein Blick auf deine Seite,
Und der Wind trägt uns hinfort.

DeLe

Siehst du mich als Zukunnft,
oder nur als Zu - flucht?

Ich will soviel mehr sein, als ein Zeit - ver - treib,
vertreib ich dir bloß die Zeit?

Flüchtets du dich in mich,
oder zu mir?

Liebst du mich,
oder nutzt du mich?

Bin ich das beste,
oder bloß ersetzbar?

All das sind Fragen, die mich plagen,
Tag für Tag.

Tage der Einsamkeit, verdrängst du sie -
mit unsrer Zweisamkeit?

Ist es kurze Heiterkeit,
oder hats Beständigkeit?

All diese Fragen, sind sie in mir,
oder nur bei mir?

Ich,
bin ich nützlich,
oder du bloß künstlich?
    sag mir, was bin ich - ich für dich?



eiraM

Menschensherz

Manchmal liege ich einfach in meinem Bett, mit meiner rechten flachen Handfläche auf meiner linken Brust und fühle meinen Herzschlag, er erinnert mich immer wieder daran, dass ich lebe, ein unbeschreibliches Gefühl.

FEIreuND

Die Dunkelheit, sie lässt mich raus, 
zieht hin und her, weiß nicht;
wo bin ich?
Die Lichter, sie leiten mich,
spielen mit mir, blicke verschwommen;
was mach ich?
Die Menschen, die Anderen,
starren mich an, Blicke so leer;
hilft mir jemand?
Der Rausch, er hält mich,
zieht mich, spielt mit mir, und hilft mir.
Er ist mein Freund, ja.
Ist er das?

DeLe


Was ist ein Leben Wert?
Er kaufte es.
Was ist ein Leben Wert?
Er kostete es.
Was ist ein Leben Wert?

Nun steht er da, leere Gesichter beobachten ihn.
Der regen tropft auf seine Haut.
Die Wand hinter ihm so grau und kalt.
Anlegen, Schuss!

Was ist ein Leben Wert?
Bezahlen wir mit Gerechtigkeit?

DeLe

Ich heisse …

Ich streue das Rauschmittel auf die Welt, ich heiße Winter.
Ich bin der, der das Rauschmittel ganz tief einziehen lässt. Alles füllt sich mit Tränen, ich heiße Frühling.
Ich bin der Entzug, alle schwitzen. Manch einer genießt es, ich heiße Sommer.
Ich bin der Rückfall, der der alle zum Zittern bring, der das Rauschmittel zurückbringt. Ohne Gnade, ich heiße Herbst.



eiraM